8 Tage
Caminos de Ronda
Costa Brava
Caminos de Ronda


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Es sind die alten Patrouillenpfade der Costa Brava — „ronda" bezeichnet die Runden der Wachen, die von diesen Klippen aus nach Schmugglern Ausschau hielten, die im Schutz der Dunkelheit Tabak, Kaffee und Spirituosen in versteckten Buchten anlandeten. Heute darauf zu wandern fühlt sich an wie ein Spaziergang durch einen Spionageroman: in den Fels gehauene Steintreppen, Tunnel durch die Klippen und derselbe Horizont, den einst die Küstenwächter absuchten. Aus den Schmugglerpfaden ist einer der spektakulärsten Küstenwanderwege des Mittelmeers geworden.
Das ist das große Missverständnis — und genau deshalb überrascht diese Wanderung so sehr. Abseits der Hotelburgen zeigt der Camí de Ronda die Küste, die in keinem Katalog steht: felsige Buchten, die kein Auto erreicht, das weiße Künstlerdorf Cadaqués, die mittelalterliche Mauerstadt Tossa de Mar und die wilden, von Dalí verewigten Felslandschaften des Naturparks Cap de Creus. Zu Fuß entdeckst du die Costa Brava, die sich die Katalanen selbst aufheben.
Zwei Reisen: die 6-Etappen-Route (103 km, 8 Tage) von Figueres nach Palamós und die komplette 9-Etappen-Route (163 km, 11 Tage) von Figueres bis Blanes, die die dramatischen Klippenabschnitte über Sant Feliu de Guíxols und Tossa de Mar hinzufügt. Und wenn du die große Durchquerung von Portbou an der französischen Grenze bis Blanes möchtest, stellen wir dir ein maßgeschneidertes Programm zusammen.
Die 8-Tage-Route konzentriert die Highlights des Nordens und der Mitte: Cap de Creus mit Cadaqués, die griechisch-römischen Ruinen von Empúries und die Bilderbuchbuchten von Begur und Calella de Palafrugell. Die 11-Tage-Route ergänzt den wilden Süden: Klippen mit Pinien bis zum Meeresrand, unzählige versteckte Calas und das mittelalterliche Finale in Tossa de Mar. Wenn du die Zeit hast, ist die komplette Route das runde Erlebnis — die kürzere lässt aber keines der Wahrzeichen aus.
Eine erstaunliche Dichte für eine einzige Wanderung: die surrealen Felsformationen des Cap de Creus, die Salvador Dalís Fantasie prägten, das Künstlerdorf Cadaqués, 2.500 Jahre alte griechische und römische Ruinen in Empúries, ikonische Fischerdörfer wie Llafranc und Calella de Palafrugell, die ummauerte Altstadt von Tossa de Mar und weltberühmte Buchten wie Sa Tuna und Aiguablava — jede in einem anderen Türkiston. Kaum ein Küstenweg in Europa bietet so viel Kultur pro Kilometer.
Normale Wanderkondition genügt. Berge gibt es keine, aber der Küstenpfad ist eine „Achterbahn": Steintreppen, Tunnel und ständiges Auf und Ab entlang der Klippen, dazwischen auch gemütliche Promenadenabschnitte wie bei S'Agaró. Vor der Buchung beraten wir dich gerne, welche der beiden Routen am besten zu deiner Verfassung passt.
Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) bieten ideale Wandertemperaturen — und im Herbst ist das Meer noch sommerwarm. Juli und August bringen Hitze, Trubel und hohe Preise; der Winter ist mild, aber der Tramuntana-Wind kann vor allem im Norden heftig wehen. Für die klassische Kombination aus leeren Wegen und badewarmem Meer sind der September und der frühe Oktober kaum zu schlagen.
So oft du willst — der Weg steigt immer wieder zu glasklaren Buchten hinab, viele davon nur zu Fuß erreichbar, und das Mittelmeer ist hier von Juni bis Oktober ruhig und warm. Pack Badesachen und ein leichtes Handtuch in den Tagesrucksack: das Bad in einer einsamen Cala mitten in der Etappe ist das Markenzeichen dieser Wanderung.
Sehr bequem: Unsere Reisen beginnen in Figueres, das einen Hochgeschwindigkeitsbahnhof mit Direktverbindungen aus Barcelona (unter einer Stunde) und aus Frankreich hat. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Girona (rund 40 Minuten) und Barcelona, beide ganzjährig direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar. Die genauen Anreisehinweise erhältst du mit deinen Reiseunterlagen; von Palamós oder Blanes gibt es am Ende gute Busverbindungen zurück.
Selbstverständlich. Jede Reise findet zu deinen Wunschterminen statt und ist voll anpassbar: die große Durchquerung Portbou–Blanes, zusätzliche Bade- oder Ruhetage, kürzere Etappen oder ein privates Programm für deine Gruppe. Erzähl uns deine Idee, und wir erstellen dir ein Angebot zum besten Preis.
Solltest du weitere Fragen haben, die hier nicht behandelt wurden, schau bitte im allgemeinen Abschnitt „Häufig gestellte Fragen“ nach oder wende dich an unser Team. Wir verfügen über umfassende Kenntnisse über die Costa Brava und die vielfältigen Möglichkeiten, die sie zum individuellen Wandern bietet.

Die Costa Brava trägt ihren Namen zu Recht: „wilde Küste” – schroffe Klippen, türkisfarbenes Wasser, versteckte Buchten und mittelalterliche Dörfer, die sich an den Fels schmiegen. Und mittendurch führt einer der schönsten Küstenpfade Europas: der Camí de Ronda. Wer die ursprüngliche Seite dieser Küste erleben möchte, erlebt sie am besten zu Fuß.
Ursprünglich vor Jahrhunderten aus praktischen und militärischen Gründen angelegt, gilt der Weg heute als erstklassiges Wanderziel. Er eignet sich für Naturliebhaber, ambitionierte Trekking-Fans und Genusswanderer gleichermaßen: Ob du einen kurzen Nachmittagsabschnitt gehst oder dich auf eine mehrtägige Tour einlässt – die Costa Brava belohnt dich mit unvergesslichen Ausblicken und einem authentischen Vorgeschmack auf mediterranes Leben.

Um diesen Küstenpfad wirklich zu würdigen, lohnt ein Blick in seine Geschichte. Behörden, Fischer und Küstenwächter brauchten einst ein verlässliches Wegenetz, um die steilen Felsküsten zu durchqueren. Das Wort „ronda” bezeichnet genau jene Patrouillen oder „Runden”, die königliche Wachen und später die Guardia Civil unternahmen, um den Seeschmuggel zu kontrollieren.
Im 19. und 20. Jahrhundert war das Schmuggeln entlang der zerklüfteten Küste weit verbreitet: Tabak, Alkohol, Kaffee und Luxuswaren wurden im Schutz der Dunkelheit angelandet. Heute hier zu wandern fühlt sich an wie eine Reise durch einen Spionageroman – du folgst exakt den Schritten der Wächter, die den Horizont nach illegalen Schiffen absuchten. Als der Schmuggel zurückging, erkannten die Gemeinden das touristische Potenzial und verwandelten die Verteidigungsroute in einen sorgfältig gepflegten öffentlichen Weg.
Die Route entschlüsselt: Die Pracht des Südens
Geografisch gesehen erstreckt sich das gesamte Netz über mehr als 200 Kilometer, von der belebten Urlaubsstadt Blanes bis zur französischen Grenzstadt Portbou. Da diese Distanz enorm ist, wird der Cami de Ronda üblicherweise in verschiedenen Abschnitten genossen. Der südliche Abschnitt des Cami de Ronda beginnt in Blanes, das als offizielles Tor zur wilden Küste dient.
Von Blanes aus werden Wanderer auf dem Cami de Ronda mit atemberaubenden Ausblicken auf botanische Gärten wie Marimurtra verwöhnt, die dramatisch über Klippen thronen. Weiter in Richtung Lloret de Mar fordert der Weg die Wanderer mit steilen Steintreppen und dunklen, direkt in den Fels gehauenen Tunneln heraus. Dieser spezielle Abschnitt des Cami de Ronda zeigt perfekt, wie menschliche Baukunst harmonisch mit der wilden Natur verschmelzen kann. Die Belohnung am Ende dieses Abschnitts ist die Ankunft in der atemberaubenden mittelalterlichen Mauerstadt Tossa de Mar, wo die antiken Steinbefestigungen den goldenen Sand überblicken.
Viele erfahrene Wanderer betrachten den mittleren Abschnitt zwischen Sant Feliu de Guíxols und Begur als das Kronjuwel des Cami de
Ronda. In dieser Region verwandelt sich der Cami de Ronda in eine Schaubühne eleganter Küstenarchitektur und unberührter Naturschönheit. In der Nähe von S’Agaró zum Beispiel wird der Pfad zu einer breiten, wunderschön gepflasterten Promenade, die von visionären Architekten entworfen wurde, wodurch dieser Teil des Cami de Ronda für Familien und Spaziergänger zugänglich wird.
Weiter nördlich taucht der Cami de Ronda tief in dichte Pinienwälder ein, deren süßer Duft sich mit der salzigen Meeresbrise vermischt. Dieser Abschnitt führt direkt zu legendären Fischerdörfern wie Calella de Palafrugell und Llafranc. Wandern auf dem Cami de Ronda in dieser Region bietet die einzigartige Gelegenheit, in versteckte, felsige Buchten (lokal als *calas* bekannt) hinabzusteigen, die für motorisierte Fahrzeuge völlig unzugänglich sind. Die schiere Exklusivität dieser Orte macht den Cami de Ronda zu einer unglaublich lohnenden Erfahrung für Abenteurer, die Einsamkeit und unberührte Gewässer suchen.
Der Weg erreicht seinen landschaftlichen Höhepunkt rund um die Hügelstadt Begur. Hier schlängelt sich der Cami de Ronda durch dramatische Klippen und enthüllt weltberühmte, postkartenwürdige Strände wie Cala Sa Tuna, Cala Aiguablava und Platja Fonda, die jeweils mit einem unverwechselbaren Farbton kristallklaren blauen Wassers aufwarten.
Der wilde Norden und der Surrealismus Dalís
Wenn sich die Route weiter nach Norden in die Region Alt Empordà wagt, verändert sich die Umgebung dramatisch. Die nördlichen Abschnitte des Cami de Ronda durchqueren den weiten Golf von Roses und führen an den faszinierenden griechisch-römischen archäologischen Ruinen von Empúries vorbei. Weiter führt der Cami de Ronda in die bohemische Enklave Cadaqués, ein weiß getünchtes Dorf, das Künstler über Generationen hinweg in seinen Bann gezogen hat.
Jenseits von Cadaqués führt der Cami de Ronda die Wanderer in die ursprünglichen, windgepeitschten Landschaften des Naturparks Cap de Creus. In diesem Schutzgebiet zeigt der Cami de Ronda surreale Felsformationen, die über Jahrtausende vom heftigen Tramuntana-Wind geformt wurden. Diese bizarren, tierähnlichen Steinformen haben das Werk von Salvador Dalí stark beeinflusst. Den Cami de Ronda durch das Cap de Creus zu wandern fühlt sich an wie eine Reise durch eine außerirdische Welt, in der der dunkle, vulkanische Fels heftig auf das aufgewühlte, tiefblaue Mittelmeer trifft.
Geografisch erstreckt sich das Wegenetz über mehr als 200 Kilometer, vom Badeort Blanes bis zur französischen Grenzstadt Portbou – eine Distanz, die üblicherweise in Abschnitten erwandert wird. Der südliche Teil beginnt in Blanes, dem offiziellen Tor zur wilden Küste.
Von dort verwöhnt der Weg mit Ausblicken auf botanische Gärten wie Marimurtra, die dramatisch über den Klippen thronen. Richtung Lloret de Mar fordern steile Steintreppen und direkt in den Fels gehauene Tunnel deine Aufmerksamkeit – ein Abschnitt, der perfekt zeigt, wie menschliche Baukunst und wilde Natur hier verschmelzen. Die Belohnung am Ende: die mittelalterliche Mauerstadt Tossa de Mar, deren Befestigungen den goldenen Sand überblicken.
Eine erfolgreiche Reise zu planen erfordert sorgfältige Vorbereitung. Während Teile der Route sanft sind, erfordern andere Abschnitte ein gutes Fitnessniveau und die richtige Ausrüstung.
▸ Schuhwerk: Robuste Trailrunning-Schuhe oder Wanderstiefel sind aufgrund des losen Kieses unerlässlich.
▸ Flüssigkeitszufuhr: Tragen Sie immer reichlich Wasser bei sich, besonders während der heißen Sommermonate.
▸ Navigation: Folgen Sie den rot-weißen (GR-92) oder den lokalen grün-weißen Wegmarkierungen.
Indem Sie die lokalen Richtlinien respektieren, helfen Sie, das empfindliche Ökosystem rund um den Cami de Ronda zu erhalten. Ob Sie sich entscheiden, ein kleines Stück zu erkunden oder die gesamte Strecke zu bewältigen — der Zauber des Cami de Ronda wird zweifellos einen unauslöschlichen Eindruck in Ihrer Seele hinterlassen und Sie immer wieder an die Ufer der Costa Brava zurückführen.