Caldera de Taburiente WANDERN

Caldera de Taburiente WANDERN

Die Caldera de Taburiente

Wer La Palma besucht, sollte nicht verpassen die Caldera de Taburiente zu besichtigen. Der Nationalpark im Zentrum der Insel wurde 1954 gegründet. Er beherbergt eine interesante einheimische und endemische Flora und Fauna, was diesen Ort einzigarig macht. Die schönen Landschafsbilder in der Caldera können von verschiedenen Punkten aus betrachtet werden. Einer davon ist der Aussichtspunkt La Cumbrecita. Dort gibt es einen schönen, gepflegten Rundweg zwischen zwei Aussichtspunkten. Aber eine andere Option ist es direkt im Krater zu wandern. Von Los Brecitos aus geht ein Weg konstant bergab bis ins Innere der Caldera de Taburiente. Und enthüllt uns die schönsten Ecken der Caldera.

Hacienda del Cura

Auf dem Weg nach Los Brecitos kommen wir an einem halb-verlassenen Weiler vorbei: die “Hacienda del Cura”. Dieser Ort war die Übernachtungs-Stätte für die Bauern, die früher Tabak in der Caldera de Taburiente angepflanzt haben. Einst war der ganze Krater ein grosses, privates Landgut, in dem der Tabak-Anbau gepflegt wurde. Es ist ein idyllischer Ort mit ausgezeichneter Aussicht in die Angustias-Schlucht (Barranco de Las Angustias). Zu heutiger Zeit sind einige Häuser restauriert worden und dienen dem ländlichen Tourismus (turismo rural).

Casas de Tenerra

Nachdem man Los Brecitos auf einer Höhe von 1050 Metern erreicht hat, geht der Weg konstant bergab. Kurz danach erscheint das erste Tabak-Landgut: “Casas de Tenerra”. Heutzutage ist es nicht mehr bewohnt. Aber von den nicht mehr bepflanzten Terassen öffnen sich wunderschöne Perspektiven hin zum ganzen Kamm-Kranz, der die Caldera formt.

Aussichtspunkt Lomo del Tagasaste

Der Weg geht weiter bergab. Und es erscheinen kleine Barrancos von Holzbrückchen überspannt. Nach einer halben Stunde kommt man zum Lomo del Tagasaste. Hier eröffnet sich eine unglaubliche Aussicht in die ganze Caldera. Von hier aus ist der ganze Naionalpark in unserem Blickfeld. In der Ferne kann man den Aussichtspunkt der Cumbrecita ausmachen. Und auf der Kamm-Linie erkennt man die Gipfel, den Pico de La Cruz, den Pico de La Nieve und die Punta de Los Roques.

Die neun grossen Kiefern

Etwas weiter unten befinden sich die neun grossen Kiefern. Manche haben einen Durchmesser von bis zu 3 Metern. Es handelt sich um eine Gruppe alter kanarischer Kiefern, die alle Waldbrände überlebt haben. Ein gutes Beispiel der Widerstandsfähigkeit und Anpassung ans Feuer dieser Kiefernart.

Die Häuser in der Caldera de Taburiente

Kurz bevor man das Herz der Caldera de Taburiente erreicht, kommt man zu der zweiten Tabak-Farm. Auch diese ist heute unbewohnt. Und es wird auch kein Tabak mehr gepflanzt. Dieser Ort ist ein echter Ruhepol. Ein idyllischer Platz und Zufluchtsort für Wanderer im Notfall. Dieses paradiesische Gut macht sozusagen Winterschlaf und wartet auf bessere Zeiten.

Playa de Taburiente

Im Sommer ist der “Taburiente-Strand” (Playa de Taburiente) ein stark besuchter Ort. Das Wasser des Baches ist kristall-klar. Und die natürlichen Becken sind eine willkommene Erfrischung für den verschwitzten Wanderer. Es ist nicht komisch Bikinis und Badehosen zu sehen, als würde es sich tatsächlich um einen Strand handeln, wie der Name sagt: Playa de Taburiente.

Roque Idafe

Ein für die Ureinwohner La Palmas heiliger Stein. Er erhebt sich majestätisch genau mitten im Zentrum des Kraters. Seine phallische Form stellt die Kraft der Fruchtbarkeit dar. Die sog. Benahoritas beteten diesen Fels, Roque Idafe, wie einen Naturgott an. Er befindet sich auf der linken Seite des Weges, der bis in den Barranco de Las Angustias hinunterführt. Zu seinen Füssen fliesst der Bach “Riachuelo del almendro amargo”.

Cascada de Colores – Farbwasserfall in der Caldera de Taburiente

Ohne Zweifel handelt es sich um den auffälligsten Wasserfall auf La Palma. Nachdem man die Schlucht (Barranco de Las Angustias) erreicht hat, kommt man an eine Gabelung, an der zwei Bäche fliessen. Folgt man dem Flussbett des “Rio Limonero” weiter nach oben, erreicht man den Wasserfall, “Cascada de Los Colores”. Der konstante Wasserfluss bildet eisenhaltige Bodensätze, welche den Steinen die rötliche Farbe verleihen. Und die Flechten sind die Verantwortlichen für die Grün-Töne.
Der Ausgang aus dem Nationalpark erfolgt über “Dos Aguas”. Der Name kommt vom Zusammenfluss der zwei Bäche/Flüsse. Es fliesst reichlich Wasser; die Überquerung ist nicht leicht. Man muss die stabilsten Steine suchen und von einem zum anderen springen. Diesen Ort hinter sich lassend, geht es immer weiter runter im Flussbett.

Barranco de Las Angustias

Der natürliche Ausgang aus der Caldera de Taburiente ist über den Barranco de Las Angustias. Der Wasserfluss ist hier nicht mehr so reichlich und es ist leicht dem Flussbett zu folgen. Kurz vor dem Ende kommt man an den sog. Kissen-Lava vorbei. Es handelt sich um enorme Steine mit Zeichnungen, die von dem Ausströmen von Unterwasser-Lava herrühren.